Infos zur Gläserverkleidung

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'Gläser Patentverkleidung

ist so ziemlich die beste Verkleidung, welche überhaupt einmal konstruiert wurde.

http://www.trixondrums.de/glaeser/glaeser.htm

Vorab vielen Dank an alle die mir die Informationen / Antworten im Forum unter dem Beitrag „Original oder Umau“ gesendet haben.

Viel Spaß beim lesen und ergänzen. Boxer Gruß Black Pearl


Wetterschutz

so eine Gläser ist der beste Wetterschutz überhaupt (nur nicht bei 35° ). Bei Regen werden außer dem Kopf nur die Schultern und die Füße bis zu den Unterschenkeln nass. Letztere nur durch das vom Vorderrad aufgewirbelte Wasser. Wenn Ihr dazu den Fußschutz noch habt, bleiben eure Füße auch bei extremen Regen trocken. Schön ist, dass auch die Hände voll davon profitieren. Man braucht auch im Winter keine dicken Handschuhe anziehen, weil der Fahrtwind komplett abgehalten wird.


Fahrverhalten

Durch den Kontakt der Handaußenseiten mit der umschließenden Gläser sollte man beim Einfahren in eine Kurve am entgegengesetzten Lenkerende ziehen. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig.

Außerdem muss eine vorhandene Sozia die Beine an der Ampel von den Rasten nehmen, weil du sonst deine Füße nicht nach hinten herausgefädelt bekommst. Die erste Ausfahrt könnte dann auch prompt auf dem Bauch enden.

Beitrag von Dirk : Meine Hände schleifen nicht an den Verkleidungsteilen. In dem mir damals beim Anbau / Umbau vorliegenden Material stand, dass der Lenker eine gewisse Breite (650 mm soweit ich mich erinnere) nicht überschreiten dürfe. (Gläser TOURING SLP für Typ 248) Ich musste vom Serienflachlenker ein paar mm rechts und links abflexen, um auf das Maß zu kommen und damit die Hebelei nirgends anstreift, gemessen hat das aber nie jemand. Wie es bei Tourenlenkern ausschaut, weiß ich nicht.

Meine Füße haben sich beim Anhalten an der der Verkleidung noch nie verheddert.


Fahrgeräusche

Nervig ist der doch hohe Geräuschpegel hinter der Verkleidung. Das kommt nicht nur vom fehlenden Fahrtwind, sondern auch vom Reflektor artigen Verhalten der Schale, die alles (und vor allem den tickenden Ventiltrieb) zurück auf die Gehörgänge des Fahrers schießt. Das Ding hat ja keine Innenverkleidung, sondern wirkt eher wie ein Parabolspiegel.


Verbrauch

Trotz des Sience Fiction Aussehens ist der Verbrauch geringer und die Höchstgeschwindigkeit höher.


An und Abbau

Der An- bzw. Abbau ist dabei eine Geschichte für sich. Zu finden ist dieser Anbau sowie Teileliste und TÜV Freigabe auf der Gläser Seite unter Details.


Verkleidungs-Innenteile von Dirk

Diese habe ich unlängst auch mal testhalber montiert. Neben dem deutlich geringeren mechanischen Belästigungsgrad ist auch der Windschutz nochmals verbessert worden. Ich musste allerdings auf der rechten Seite das serienmäßige Moosgummipolster abreißen, weil ich da dann mit dem Knieprotektor angestoßen bin, was mir unangenehm war. Die Innenverkleidung hat unten, unmittelbar über den Zylindern jeweils einen Luftauslass aus den alten Strich Achter Mercedes (runde Luftdüse),dort kommt dann auch ein Hauch Wärme raus (gefühlt). Im Sommer werden die Dinger (Innenverkleidungen) aber sicher wieder rauskommen, bzw. durch geänderte Versionen ersetzt.


Lichtverhältnis

Außerdem hast du einen Sau hellen Scheinwerfer und vervoragendes Licht mit der Gläser-Verkleidung. Das ist gerade bei Nachtfahrten ein extremer Vorteil. Tipp: Der Scheinwerfer Reflektor und die Streuscheibe (Hersteller Hella!) stammen aus dem Mercedes 190. Richtig, der mit der Haifischflosse. Ersatz bekommst du da immer noch.

Ebenso soll der vom Peugeot 404 ebenfalls passen.

Der VW-Käfer Einsatz passt NICHT. Wird immer wieder behauptet. Da muss dann nach gedengelt werden. U.a. wegen dem Scheinwerfer wurde die Verkleidung auch in verschiedenen Werbeannoncen als "Mercedes" angepriesen.

Beitrag von Dirk: Die Ausleuchtung ist in der Tat besser, als mit dem Serienscheinwerfer der Kleinen Boxer, von den heutigen Scheinwerfern aber noch meilenweit entfernt. Sicherlich ist aber die große Leuchtfläche auffällig, wie es die gesamte Erscheinung schon von Haus aus ist.


Spiegel

Die Spiegel werden mittlerweile in Gold aufgewogen: Talbot York. Die waren Standard beim Jaguar E-Type, Opel Manta (Tuning! ) und einigen anderen Fahrzeugen.


Neu Lackieren

Wenn Ihr neu lackieren wollt: "Einbrennlackierung" nutzen. Die Verkleidungen sind recht "wabbelig" und bewegen sich entsprechend. Normale Lackierung bröselt da schnell herunter.


Scheibe reinigen

Die Scheiben sind aus einem Plastik, welches heute nicht mehr hergestellt wird und verblassen/gelb, wenn UV-Licht drauf fällt. Dürfte mittlerweile fast alle Scheiben betreffen. Vorsichtiges Polieren hilft. Anbei der LInk inkl. Reparatur- und Pflegeanleitung (*.pdf)

http://www.acrylglasprofi.de/Produktseite/Produktseite.html

Von Dirk Bezüglich der Scheiben: Die sind in der Tat aus Acrylglas, welches Weiland auch eine Zulassung zum Straßenverkehr hatte. Es handelt sich um ein spezielles schlagzäh ausgerüstetes PMMA, welches von Haus aus eine rauchgelbe Färbung hatte (durch die Zusätze zum normalen Acrylglas). Acrylglas ist aber vollkommen UV-beständig, besser im Tiefziehverfahren formbar (wurde wohl auch deswegen dafür genommen) und vergilbt nicht. (Meine bescheidenen Fachkenntnisse stammen aus einer über 5 jährigen Tätigkeit in einem Betrieb, der das Zeug verarbeitete, aber leider nicht tiefziehen kann). Kratzer in den Scheiben kann man rausschleifen (vorsichtig) und die Stellen mit der Schwabbelscheibe wieder polieren. Allerdings dürfte man sich dabei schon holografische Verzerrungen einhandeln.


Beschriftung der Gläser

Habe bei der Polizei angerufen. Nach Aussage des netten Herrn darf nichts was annähernd mit der Polizei in Verbindung gebracht werden kann auf den öffentlichen Verkehrsmitteln ( Privatfahrzeuge ) stehen. Auch nicht Pozilei. Farbe des Fahrzeugs und Anbauteile können bleiben.


Geschichte

Die letzten Gläser-Formen sind recht rar. BMW hatte irgendwann seine RT-Verkleidungen heraus gebracht und als Serie verkauft. Zudem musste Uli Gläser dem TÜV eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorweisen. Konnte er aber nicht. Jede Gläser Verkleidung ist wirklich per Hand laminiert und es gab keine Maschinen, die die Arbeit übernehmen konnten. Deswegen sind sie leicht unterschiedlich. Obwohl Verkleidungen gleichen Typs.

Vienenburg ist als Standort lange schon Geschichte. Ulli Gläser macht heute noch Verkleidungsscheiben in USA.

http://www.gp500.com/About_us.html

12.11.2016 von Michael (Blacky Pearl)