Vergleich der verschiedenen Jahrgänge und Modelle

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Modelle

BMW R45 (1978-1985), R45S (1978-1985), R65 (1978-1993) und R65LS (1981-1984) wurden ab 1978 gebaut. Die R45, R45s und R65 unterscheiden sich in einigen Details am Motor, dem Endantrieb und einem entsprechend angepassten Tachometer. Die R65LS hat zusätzliche Verkleidungselemente und andere Felgen. (*Weitere Infos zur R65LS müssen ergänzt werden, Infos über R65GS fehlen)

Dem Autor bekannte Unterschiede am Motor sind:

  • der Hubraum
  • die Nockenwelle
  • Zylinderköpfe mit entsprechenden Ventilen
  • Vergaser.

Aufgrund der über den reinen Hubraum hinausgehenden Unterschiede ist der vollständige Umbau eines Motors zu einem anderen Typ sehr aufwändig.

Details zu den Änderungen können im Ersatzteilkatalog auf REALOEM detailliert angesehen werden. Hierbei sollte jeweils auf die Daten zur Verwendung der Teile bei bestimmten Baujahren geachtet werden.

Die ursprüngliche Modellpalette von 1978 bis Sommer 1980

DIe Modelle unterschieden sich in erster Linie über den Motor. Die R45 hat 27Ps, R45s 35Ps und R65 45Ps Leistung.


Nach der Modellpflege im Sommer 1980

Die erste große Änderung an den Modellen wurde im Sommer 1980 durchgeführt. Sie betraf folgende Teile der Motorräder:

  • Luftfilter:
    • Rundluftfilter: Bis zur Modellpflege wurde der Rundluftfilter im alufarbenen, rundlichen Gehäuse verbaut. Der Rundluftfilter ist mit den Öffnungen zu den Saugrohren der Vergaser hin eingebaut. Die Luft wird durch die zum Anlasser hin offene Wand des Luftfiltergehäuses und durch Löcher in der Batteriezugewandten Seite des Luftfiltergehäuses in dieses gesaugt.
    • Plattenluftfilter: Nach der Modellpflege wird ein Plattenluftfilter verwendet. Er ist in einem eckigeren, schwarzen Gehäse untergebracht. Die Luft wird durch Schnorchel über dem Motor in das Luftfiltergehäuse gesaugt.
    • Auswirkungen der Änderungen: Die Umstellung des Luftfilters und die Verwendung der Ansaugschnorchel beeinflusst die Motorcharakteristik. Durch das geänderte Gehäuse wird auch die Optik stark beeinflusst.
  • Auspuffanlage: Die Auspuffanlage hat seit dem Modellwechsel ein zweites Interferenzrohr.
  • Vergaser: Nach der Modellpflege werden die Gasschieber wieder durch Federn heruntergedrückt. Die Vergaser mit Feder haben eine gewölbte Oberseite. Bei den früheren Modellen war diese flach.
  • Zylinder: Die neueren Zylinder haben keine Graugussbuchse mehr sondern eine Hartbeschichtung auf dem Aluminium.
  • Zündung: Die Unterbrecherzündung wurde durch eine Hallgebergestuerte Zündung ersetzt. Beide Zündungen arbeiten mit einer mechanischen Fliehkraftverstellung.


  • Getriebe und Kupplung (und Kurbelwelle): Es gab eine Änderung an der Kupplungsverzahnung, die für inkompatibilät zwischen Getrieben und Kupplungen der verschiedenen Modelljahre sorgt. In der Kurbelwelle der neueren Modelle befindet sich eine Bohrung, die für die neue Kupplung mit leichtem Schwungrad benötigt wird.
  • Kupplungsbetätigung: Die Kupplungsbetätigung auf der Rückseite des Getriebes wurde geändert. Die Teile sind nicht alle untereinander austauschbar.
  • Schwungmasse: Die Schwungmasse des Motors wurde erleichtert. Geringere Trägheit ist die Folge.
  • Hinterradgetriebe: Das Gehäuse des Hinterradgetriebes wird geändert. Das neuere Gehäuse ist mit Rippen versehen, das alte glatt. Die geänderte Ölfüllmenge ist zu beachten.
  • Schwinge und Kardanwelle: Die Teile wurden um 10mm verlängert.


  • Fußrasten:
    • Bis Modelljahr 1980: Die Fahrerfußrasten sind fest am Rahmenrohr unter dem Getriebe verschraubt.
    • Ab Modelljahr 1981: Die Fahrerfußrasten sind an einem verstellbaren Ausleger befestigt. Das Schaltgestänge ist eventuell verstellbar.
  • Vorderradbremse: Die Bremsanlage wurde von ATE auf Brembo umgestellt. Der Behälter für die Bremsflüssigkeit ist seit der Modellpflege eckig und nicht mehr rund.
  • Seitenständer: Der Seitenständer wurde geändert.
  • Sitzbank: Bis 1980 war die Sitzbank gesteppt, danach glatt.
  • Chokehebel: Der Hebel für den Startvergaser ist vom Luftfiltergehäuse an den Lenker versetzt worden.
  • Gaszüge: Beim neueren Modell wird ein einzelner, vom Drehgriff kommender, Gaszug auf zwei Enden aufgeteilt. Beim alten Modell gibt es zwei unabhängige Gaszüge. (Chokezüge analog)
  • Elektrik: Die Sicherungskästen oberhalb der Batterie wurden etwas versetzt. Es gibt einen neuen Werkzeugkasten.


Die Nennleistung des Motors stieg durch die Änderungen bei der R65 von 45Ps auf 50Ps. Die Endübersetzung ist gleich geblieben. (*fehlende Informationen: Details zum Tacho, insb. Tageskilometerzähler)

R65 LS 1981-1984

Von 1981 bis 1984 wurde zusätzlich die R65 LS gebaut. Sie hatte, wie die R65 zu der Zeit auch, 50Ps und eine Zweiarmschwinge. Unterschiede waren:

  • Felgen
  • Verkleidung um den Scheinwerfer
  • schwarze Auspuffanlage
  • Doppelscheibenbremse vorne serienmäßig
  • geänderte Sitzbank (Griffe statt Gurt)
  • Doppelhupe für dreidimensionalen Raumklang und mehrstimmige Weihnachtslieder :-)

Wechsel zum Monolever 1985

1985 wurden R45 und R45s eingestellt und die R65 als hubraumgesenkte Variante der R80 mit dem Fahrwerk der R80 weitergebaut. Dies bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt eine Einarmschwinge ohne Drehmomentabstützung (Monolever) und andere Felgen verwendet wurden. Auch die restlichen Anbauteile (Tank, Plastikabdeckungen, usw.) entsprechen der R80 wodurch sich starke optische Unterschiede zu den früheren Modellen ergeben. Außerdem änderten sich die Gesamtdimensionen der Maschine. Das Hinterrad ist nun fest mit dem Endantrieb verschraubt, der Mitnehmer als Verbindungselement entfällt. Ab 1985 hatte die R65 typischerweise 27Ps, es gibt jedoch auch Anzeigen mit 48Ps (*was ist das für ein Modell).

Die R65 ab 1985 sind hierdurch Modelle einer anderen Baureihe (247) und laufen unter einer komplett anderen Zulassung. Mit den früheren R65 der Baureihe 248 haben sie also in erster Linie den Namen gemeinsam.

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