Zündschloss reparieren

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Innenansicht von einem KFZ-Zündschloß

Bild 1. Zündschlosseinsatz ist hier schon ausgebaut, die Madenschraube die den Einsatz hält muss gelöst werden. Entweder ist die Madenschraube mit Sicherungslack oder mit Schraubensicherungskleber gegen Rausdrehen gesichert. Mit dem Föhn erwärmen, dann löst sich diese Schraube, bzw. der Sicherungslack kann dann bequem weggekratzt werden.
Bild 2. Hier sieht man diese Madenschraube etwas besser.
Bild 3 Hier ist der Schließbolzen und die Zündkontaktbetätigung gezeigt, welche Dreck und Abrieb produzieren sichtbar. Hier ist allerdings schon alles gereinigt, meiner Digitalkamera zuliebe ☺
Bild 4 Der alte Zündkontakteinsatz, schon vom Schmutz befreit.
Bild 5. Anschlusstecker. Farbe Rot ist der Batteriekontakt 30 (+Ub) und Farbe Grün ist der Zündspannungskontakt 15. Blau, Grau und Violett sind hier Standlicht, Parklicht und violett ist nicht belegt.
Bild 6. Ansicht der Stecker Rohrkontakte. Sind diese Schmutzig hilft Bremsenreiniger.
Bild 7. Ganz vorsichtig wird der Zündschlosseinsatz geöffnet.
Bild 8 . Jetzt öffnen, Vorsicht die Federn im Einsatz springen gerne weg.
Bild 9. Schaltkontaktplatte zu den Kabelanschlüssen. Diese sollten mittels Leitungs- Druchgangsprüfer oder mit 12V Batterie und einer in Reihe geschalteten 21W Blinkerbirne geprüft werden.
Bild 10. Ansicht der Schaltkontakte im Zündschlosseinsatz. Diese Kontakte (siehe auch Bild 9) hier sind schon stark verschlissen, hier war der Austausch des Einsatzes ratsam, um wieder sicher am Straßenverkehr teilzunehmen.
Bild 11. Mit Bremsenreiniger kann man die Zündschlosskontakte wieder etwas vom Schmutzabrieb des Schließbolzens reinigen, eine dauerhafte Lösung ist jedoch nur der Austausch dieses Teils.
Bild 12. Nach dem Einbau des Zündschloßeinsatzes, Schraubensicherungskleber für die Madenschraube nicht vergessen. Loctite 648 geht ganz gut.

Ob alt oder neu, Zündschlösser funktionieren eigentlich immer gleich. Sie schalten je nach Schlüsselstellung die Zündung ein, Licht oder Standlicht und Parklicht. Auto-Zündschlösser haben noch einen weiteren Tastkontakt zum Starten des Motors. Dieser rastet dann nicht. Der prinzipielle Aufbau ist aber gleich. Hier ist ein Zündschloss einer neueren BMW R1100S gezeigt, welches durch schlechten Schaltkontakt von Batterie + (Kontakt 30-rotes Kabel) zu Zündspannung ein (Kontakt 15 – grünes Kabel) immer wieder durch kurze Kontaktunterbrechungen das Motronik 2.4 Steuergerät ausschaltete. Folge war, das Steuergerät musste neu gestartet werden weil der Steuercontroller bei Unterbrechung sofort einen Reset des Steuergeräts auslöst Einspritzprogramm muss neu gestartet werden (Moderne Sicherheitselektronik lässt grüßen). Neu Starten des Steuergerätes bedeutet, Leerlauf einlegen (grüne Leerlaufleuchte), Kupplung ziehen und den Startknopf erneut betätigen, wieder richtigen Gang einlegen... Das ist kein Spaß z.B. beim Überholen eines LKW auf der Autobahn bei 180km/h oder mehr mit einem Porsche oder Dienstwagen Audi im Genick der`s noch eiliger hat...... Die Motronik 2.2 und 2.4 ist mit einem sog. Selbsthalte-Relaiskreis, welches die Steuergerätespannung und die Benzinpumpenversorgung hält programmiert. Und dieser Selbsthaltekreis wird bei Kontaktprellen unterbrochen und muss dann eben durch „Neustart“ des Steuergeräteprogramms wieder betätigt werden. Den gleichen Effekt, also Unterbrechen des Selbshalte-Relaiskreis produzieren Seitenständer Unterbrechungsschalter Schalter oder das Motronik Relais selbst, und auch der Motorkill Schalter. Das Steuergerät kann so eine Kontaktunterbrechung nicht mal als Fehler in den Fehlerspeicher wegschreiben, weil ausschalten des Steuergerätes ist ja erlaubt. Aber auch ein Zündschloss einer 2Ventil BMW und ein defekter Motorkill können im Fahrbetrieb (Unterbrechen der Zündspannung) einen ähnlichen Effekt auslösen. Bei einer 2Ventil BMW Boxer ist die Fehlerquelle allerdings viel einfacher zu finden. Hier war der Übeltäter die Kontaktplatte des Zündschlosses, und drum schauen wir uns diese mal genauer an. Der Verriegelungsbolzen des Lenkstocks läuft in einem Druckgussaluminiumgehäuse und ist aus Stahl, Dreck, Fett und Abrieb fällt nach und nach direkt nach unten in die Zündschloss Kontaktplatte.Ein Konstruktionsmangel?

R65_dieter im August 2010